In einer aktuellen Aussendung des AUTRIAN CENTER for INTELLIGENCE, PROPAGANDA and SECURITY STUDIES (acipss.org) weist die Einrichtung auf einen Medienbericht hin, der über news.yahoo.com unter dem Titel “Geheimdienste: Terroristen unterstützen die Piraten” verbreitet wurde.

Dazu der Originalwortlaut von Yahoo (Markierungen und Hervorhebungen durch mich):

Nach jüngsten Erkenntnissen westlicher Geheimdienste werden die Piraten im Indischen Ozean von der islamistischen Terrororganisation al-Qaida unterstützt. “Wir haben jetzt immer mehr Hinweise, dass die Terroristen von Osama Bin Laden die Finger in dem Piraten-Geschehen vor Somalia und Kenia haben”, sagten Angehörige des US-Geheimdienstes CIA und des französischen Auslandsgeheimdienstes DGSE der Nachrichtenagentur ddp in Djibouti. Die Seeräuber erhielten ihre Waffen und Ausrüstungen für das von Tag zu Tag heftigere Vorgehen gegen die Zivilschifffahrt über Kanäle der al-Qaida.”

Gibt man dann beispielsweise bei Google die Suchbegriffe von al-Qaida und Piraten ein, so lassen sich unzählige Veröffentlichungen finden, die diese VERMUTUNG schon in ihren Überschriften als Fakten hinstellen. Dabei sollte ein kritischer Mensch wahrnehmen können, daß weder seitens CIA noch von DGSE BEWEISE vorgelegt wurden. Es erübrigt sich darauf hinzuweisen, wie Geheimdienste grundsätzlich arbeiten, allerdings dürfte es ihnen wieder einmal mehr gelungen zu sein, die Massen unter Mitwirkung der Medien zu manipulieren.


Würden Medien es unterlassen sich vorsätzlich oder fahrlässig vor den Karren von Einrichtungen spannen zulassen, die ausschließlich Eigeninteressen verfolgen und Inhalte kritisch überprüfen, wären wir alle einen großen Schritt weiter …

Würde ich beispielsweise eine derart “gewichtige” Meldung veröffentlichen, die dem Grunde nach nur auf Angaben und Aussagen nicht einmal namentlich genannter Personen beruhen, ohne einen einzigen Beweis mitzuliefern, nennt man das Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht.

Solche Meldungen, sehe ich als “NULL-Meldung” an und gerade weil sie von Geheimdiensten stammen, wären die Angaben umso genauer zu überprüfen und dies, Hand auf Herz, ginge nur durch investigative Recherche, weil Geheimdienste auch dafür bekannt sind, daß sie alle möglichen Beweismittel erfinden und inzenieren können.

Solche geheimdienstlichen Verlautbarungen bzw. von diesen initiierte Verbreiterungen gehören zu strategischen Konzepten, die auf den Punkt gebracht, lediglich nationale Interessen fördern und decken sollen um in der Öffentlichkeit Akzeptanz, wofür auch immer, zu erzielen. Man nennt es auch PROPAGANDA …

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Eine Antwort zu “Al-Qaida und Piraten – wie Geheimdienste erfolgreich arbeiten”
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