Posts Tagged “journalistische Sorgfaltspflicht”

dann kann es auch schon einmal so richtig seltsam werden, abgesehen davon, daß sich derlei Berichte nur äußerst selten antreffen lassen. Im Gegensatz: Schießt jemand in Amerika, rennt das wie ein Lauffeuer um den ganzen Globus – holt tief Luft und kommt auch nochmal durchgekaut und aufgewärmt zurück in die Medien.

Fallbeispiel KRONEN ZEITUNG, Artikel vom 18.8.09 – Überschrift

So unseriös berichtet die KRONEN ZEITUNG über ein Verbrechen in Israel

So unseriös berichtet die KRONEN ZEITUNG über ein Verbrechen in Israel

Tel Aviv: Jugendbande lyncht Familienvater

… Ein brutaler Mord schockt derzeit ganz Israel: Auf dem Tel-Baruch-Strand im Norden von Tel Aviv hat eine Gruppe betrunkener Jugendlicher ein Paar samt der Tochter .. überfallen. Die Bande brach der Mutter den Arm, tötete den Vater .. und warf seinen Leichnam ins Meer. Mutter und Tochter konnten fliehen. Kurz nach dem Lynch-Mord nahm die Polizei acht Verdächtige fest.”

Das war der Artikel in der KRONEN ZEITUNG.


Schon in der Überschrift titelt die Tageszeitung mit LYNCHT und dieses Wort findet sich dann nochmals in dem kurzen Text. Aus dem Bedeutungswörterbuch DUDEN ist zu dem Wort lyncht wie folgt zu entnehmen:

meist von einer aufgebrachten Volksmenge als ungesetzliche Bestrafung für eine als Unrecht angesehene Tat – töten

Ist jetzt irgend jemand in der Lage zu erklären worin sich auch nur der Hauch einer Erklärung dafür findet, daß es sich um einen Lynch-Mord gehandelt hat? Eine Familie wurde laut dieser Nachricht von betrunkenen Jungendlichen überfallen. Welcher Schwachsinn wird den Lesern eigentlich hier aufgetischt?

Bedeutend wäre es jedenfalls gewesen darüber etwas zu erfahren, aus welcher Volksgruppe die Jugendlichen kamen – denn dann wäre gegebenenfalls auch ein politischer Hindergrund für die Tat in Frage kommend.

So bekam der Leser inhaltlichen Schrott vorgesetzt, der ein Mordopfer völlig unbegründet in ein dunkles Licht rückt, da einer Lynchjustiz eine Tathandlung des Lynchopfers vorausgegenagen sein muß, was unbelegt ist! Liegt das jetzt darin begründet, daß ein Israeli Mordopfer wurde?

Ich werde bei Zeiten über den Begriff Lynch-Journalismus nachdenken …


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Pressemitteilung

Am 3. Jahrestag des bedeutenden Urteilspruches vom OBERSTEN GERICHTSHOF zum Gerichtsfall Mediengruppe Süddeutscher Verlag – DIZ München GmbH gegen den Journalisten Walter Egon Glöckel wegen der Exklusivreportage “Der Holocaust, Auschwitz und seine Geschäftemacher 2005″ kommt das Kunstwerk “Bild der Seelen” zur Versteigerung …

BILD DER SEELEN

Zum 3. Jahrestag zum Urteilsspruch des OBERSTEN GERICHTSHOFES (AZ: 4 Ob 71/06d) in dem Gerichtsfall Mediengruppe Süddeutscher VerlagDIZ München GmbH gegen den Journalisten Walter Egon GLÖCKEL zur Klage auf Unterlassung und Widerruf zur Exklusivreportage “Der Holocaust, Auschwitz und seine Geschäftemacher 2005“, kommt das Exponat “Bild der Seelen” zur Versteigerung.

Der österreichische Journalist deckte im Gedächtnisjahr zur Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz und Auschwitz/Birkenau auf, daß unter anderen auch eine zur Mediengruppe Süddeutscher Verlag gehörende Firma über Jahrzehnte falsche Fotos zum KZ Auschwitz gewinnbringend verkaufte. Der Konzernmulti brachte anstelle sich eingehend mit der Berichtigung der falschen Fotoangaben auseinanderzusetzen Klage sowie einen Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung ein. Der Gerichtsfall durchlief alle Instanzen bis der OBERSTE GERICHTSHOF sein, für den gesamten Journalismus, bedeutendes Urteil fällte und die Reportage vollinhaltlich bestätigte.

Im Jänner 2009 eröffnete Glöckel die virtuelle “Galerie der Mahnung” in der mit künstlerischen Exponaten eine Reflexion von dessen journalistischen Aufdeckungen zur Umsetzung gelangt.


Das BILD DER SEELEN, goldene Sterne auf einem schwarzen Himmel, steht für die Opfer des Holocaust in Konzentrationslagern, denen der Journalist mit seiner Reportage eine Stimme verliehen hat und in unmißverständlicher und mit aller Deutlichkeit versehenen Ausdrucksform u.a. den gewerbsmäßigen und gewinnbringenden Handel mit Fotos der Opfer verurteilte.

Aus der beklagten Reportage: “Millionen Menschen kamen beim Holocaust ums Leben, der Genozid wurde von einem menschenverachtenden System angestrebt, das sogar noch nach dem Tod seiner bedauernswerten Opfer Profit aus ihren Überresten schlug. Heute, 2005, machen verantwortungslose Geschäftemacher ebenso Profit mit echten wie falschen Photos. Kein Einwand, keine Sorgfaltspflicht hinsichtlich der angebotenen Inhalte, keine moralischen Bedenken können gegen die Profitsucht ankommen. Medien haben sich scheinbar blind verlassen – aber wo fängt die journalistische Sorgfaltspflicht an und wo endet sie? Die Geilheit der Medien auf Bilder, das Stillen von perversen Gelüsten in einer manipulierenden Medienlandschaft tut im Namen der Berichterstattung nichts anderes als diesen Gelüsten nachzukommen und zu befriedigen und liefert auf diese Weise ein trauriges Spiegelbild der Gesellschaft.”

Die Auktion “Bild der Seelen aus der Galerie der Mahnung” läuft bis einschließlich 3.7.09 – 17:01 Uhr bei eBay. Der Teil des Erlöses der dem Journalisten zukommt ist zweckgebunden für einen weiteren Dokumentarfilm zu einem Konzentrationslager.

DER GLÖCKEL
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Berichte, Reportagen und Dokumentationen aus eigener Recherche, abseits der Massenmedien seit 2000
Walter Egon Glöckel

Wienerbergstrasse 9/126
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Tel.: +43-(0)6888629456

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