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ORF - Ö1 - richtungsweisendSoll offensichtlich schon wieder die Meinung der breiten Masse in Richtung eines legitimen Schußwaffengebrauches gesteuert werden? Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ORF entblödet sich nicht schon in einer Überschrift “richtungsweisend” zu publizieren. Unter der Online-Präsenz des Ö1-Senders titelt ein Beitrag “Polizei erschießt 14-Jährigen – Notwehr?” – man räumt schon ein.

(Die manipulative Berichterstattung des ORF, sofern sich derlei Beiträge überhaupt noch als Berichterstattung bezeichnen lassen können in der Causa Polizeiprügel Linz sei an dieser Stelle in Erinnerung zu rufen)

Im zweiten Absatz der Veröffentlichung dann die Unterüberschrift “Drei oder vier Schüsse” – für wie blöd werden die Menschen denn eigentlich gehalten? Die Klärung der Anzahl der von Polizisten abgegebenen Schüsse ist eine Angelegenheit die unmittelbar nach Eintreffen weiterer Einsatzkräfte durch Abzählung der im Magazin verbliebenen Patronen festgestellt wird. Ein Vorgesetzter übernimmt die Amtshandlung und diese Notwendigkeit der Feststellung der abgegebenen Schüsse ist auch für die Spurensicherung von Bedeutung, da diese keine Lust hat irgendwo nach unbekannten Variablen, sprich Einschußlöchern und Hülsen zu suchen. Die Anzahl der am Tatort vorgefundenen Patronenhülsen muß sich mit den fehlenden Patronen im Magazin decken.

Na klar, die Jugendlichen haben “attackiert” – Ö1 berichtet: “Gemeinsam mit einem Supermarkt-Mitarbeiter haben zwei Polizisten dann das Geschäft durchsucht”. Wenn das der Wahrheit entspricht, dann hat sich die Polizeitaktik aber sehr geändert. Zu meiner aktiven Zeit als Polizeibeamter war es alleine schon aus Sicherheitsgründen undenkbar, daß wir mit einer Fremdperson, nicht einmal einem Angehörigen eines Sicherheitsdienstes, einen möglichen Tatort beträten hätten – das war unzulässig. Ö1 weiters: “Sie seien dabei von den beiden Maskierten attackiert worden, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Krems, Friedrich Kutschera” und der Bericht bleibt jegliche Erläuterung dazu schuldig. Wie in welcher Form, warum hat Ö1 nicht nachgehackt? Alles sehr schwammig – nichts Konkretes. Bei meinem Gespräch mit dem zuständigen Mag. Roland Scherscher vom Landespolizeikommando Niederösterreich gab er auf Befragen an, daß die Fremdperson bei dem “plötzlichen Täterkontakt” nicht im Nahbereich gewesen ist. Ob diese den Tathergang gesehen hat, konnte Scherscher nicht sagen – “es war finster”.

Ö1 schreibt dann “Polizeisprecher Scherscher formuliert vorsichtiger. Die Täter seien jedenfalls in einer Nische gestanden, es sei sehr dunkel gewesen und sie hätten eine Spitzhacke und einen Schraubenzieher als Einbruchswerkzeug mitgehabt.” Für mich ist zwischen sehr dunkel und finster doch ein Unterschied. Wieso gibt der Polizeibeamte SCHERSCHER keine Angaben über die angebliche Attacke ab und der Sprecher der Staatsanwaltschaft konkretisiert diese nicht. Die Polizisten haben ihre Niederschrift längstens abgegeben – aber vielleicht hat sich auch dieses Prozedere geändert, vielleicht läßt man Zeit vergehen …


Ebenfalls suspekt die Veröffentlichung des Radiosenders FM4, ebenfalls vom ORF, schreibt dieser doch in seiner Online-Ausgabe wie folgt: “So waren die Jugendlichen mit einem Schraubenzieher und einer Spitzhacke bewaffnet, als sie gegen 2.55 Uhr von zwei Streifenpolizisten entdeckt wurden.” Ö1 berichtet über Einbruchswerkzeug, was durchaus glaubwürdig ist – eine Spitzhacke wird plötzlich zur Bewaffnung von Jugendlichen? Frage: Haben Sie schon einmal mit einer Spitzhacke zum Schlag ausgeholt – mit solch einer “Waffe” würde ich mir heute noch wünschen angegriffen zu werden!

ORF - feuert manipulativ aus allen Rohren - auch mit FM4

ORF - feuert manipulativ aus allen Rohren - auch mit FM4

Abschließend noch Ö1 unter der Unterüberschrift “Amtsbekannt”: Die beiden Jugendlichen stammen aus Krems und waren laut der zumindest vorerst zuständigen Staatsanwaltschaft Krems amtsbekannt – weshalb, kann oder will der Staatsanwalt nicht sagen. Die Polizisten werden psychologisch betreut.”

Amtsbekannt – irgendein Medium wird schon einen guten Draht zu Einrichtungen der Exekutive und der Justiz haben und diese Amtsbekanntheit wird sich demnächst in einem Massenmedium nachlesen lassen … Ganz wichtig, daß die Polizisten psychologisch betreut werden. Rennt eh noch alles rund in diesem Land, die haben ein Menschenleben auf dem Gewissen – wieso kein Wort über den Überlebenden, verletzten zweiten Burschen, was ist mit den Angehörigen, vielleicht einem Vater und einer Mutter die ihr Kind verloren haben, weil im finstern entweder eine Frau oder ein Herr Polizist einen Menschen erschossen hat?

Jetzt haben wir ja die “nebelige” Amtsbekanntheit schon bestätigt bekommen: Das waren mit Sicherheit Schwerverbrecher, Recht geschieht ihnen, wegblasen hätte man sie beiden sollen – Verfahren gegen Polizisten einstellen – das stammt allerdings nicht von mir, sondern läßt sich in den Massenmedien unter den Kommentaren nachlesen.

Verzeihen Sie aber ich habe eine völlig andere Einstellung – wenn diese Polizisten ihrem Beruf nicht gewachsen sind, dann sollen sie sich einen anderen suchen und wählen. Und komme da ja nicht einer der ehemaligen Kollegenschaft und rege sich auf – ich habe über 10 Jahre diesen Beruf ausgeübt, in einer sehr großen Bandbreite. Traf beispielsweise auf einen Familienvater der sich in einem Park erhängt hatte und seine eigene Tochter fand ihn. Ich machte mir Sorgen um das Kind und Gedanken über die Tragödie für die Hinterbliebenen Hintergrund war ein Sorgerechtsangelegenheit, den der Mann auf seinem Abschiedsbrief als Begründung für seinen Suizid anführte. Seine Worte “In diesem Land glaubt man Behörden mehr als den eigenem Vater”.

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