Ein Erschossener, zwei Verletzte, die Folgen eines fragwürdigen Polizeieinsatzes
Geschrieben von Glöckel in AllgemeinEs vergeht eigentlich kaum ein Tag an dem ich nicht über irgendwelche Medienberichte stolpere, die meinerseits Kopfschütteln hervorrufen. Man könnte zahlreiche Kolleginnen und Kollegen beschäftigen, wolle man den Unsinn bis hin zur Falschmeldung der Öffentlichkeit gegenüber aufzeigen.
In dem Fall, der Erschießung eines unbewaffneten Straftäters durch die Polizei, die während des Einsatzes weitere zwei Tatverdächtige verletzte, ist aus meiner Sicht jedoch die Grenze des zulässigen in Punkto “Berichterstattung” überschritten worden. Ja, mit Sicherheit ist es auch auf den Umstand zurückzuführen, daß ich selbst viele Jahre dem Berufszweig der Exekutive angehört habe und glauben Sie mir, ich erlebte Vorgänge, die einigen Staatsbürgern schlaflose Nächte bereiten würden, wären sie in Kenntnis so manchen Ereignisses …
Was war geschehen: Eine Gruppe von ausländischen Staatsbürgern “bedrängte”, so der Wortlaut der Pressemitteilung der Sicherheitsdirektion Niederösterreich, unter Zuhilfenahme eines falschen Blaulichtes und eines falschen Polizeiausweises Reisende um denen Geldbeträge abzunehmen. Die Sicherheitsbehörde spricht von ÜBERFÄLLEN. Laut Angaben wurden die Opfer bei Rast- & Schlafpausen während der Nachtstunden von den falschen Polizisten übertölpelt, dies ist der Eindruck, den man beim Lesen der Presseaussendung gewinnen kann. Eine Schadenssumme bei neun “Überfällen” von etwa 50.000.- Euro wurde angeblich den Tatopfern abgenommen. Anmerkung: Eigentlich eine gewaltige Summe, wenn man bedenkt, daß die Tatopfer Reisende aus dem Ausland (Ost-Staaten) waren.
Politiker, laut Medienberichten, wie Landeshauptmann Dr. Erwin PRÖLL sowie der amtierende Innenminister Günther PLATTER sollen sich hinter den Polizeieinsatz gestellt haben. Doch eindeutige FALSCHMELDUNGEN zu dem Waffengebrauch bzw. Waffeneinsatz veröffentlichte die KRONEN ZEITUNG (Journalist Peter GNAM) und die NÖN (Chefredakteur Martin GEBHART). Die KRONE zitierte das Waffengebrauchsgesetz unkorrekt und die NÖN sprach von einem Schußwechsel, der jedoch niemals stattfand.
Wie Medien unseriös versuchen die öffentliche Meinung zu manipulieren, habe ich jetzt in einem TV-Beitrag mit dem Titel: “Mediale Falsch- und Desinformation zur Erschießung eines Straftäters” verarbeitet. Daß es den Massenmedien tatsächlich gelang, die Gesellschaft in Richtung eines legitimen Schußwaffengebrauches zu manipulieren, davon zeugten einige Gespräche, die ich vom Supermarkt bis hin zum Kaffeehaus mitanhören konnte.
Einen ehemaligen Kollegen von der Polizei fragte ich was er von der Veröffentlichung in der KRONEN ZEITUNG halte – seine Antwort kurz und bündig: “Daß, was die KRONEN ZEITUNG geschrieben hat ist ja falsch – ich kann ja net auf Jeden schießen, damit ich ihn festnehmen kann.”
Jetzt ist “Der grüne Tisch” an der Reihe, wie es in der Sprache der Polizei heißt, wenn Fachleute sich mit den Abläufen auseinandersetzen um den Waffengebrauch zu überprüfen. Ich selbst war nicht bei den Ereignissen dabei – ein Toter und zwei Verletzte sind jedoch Fakt, wie ebenso falsche Medienveröffentlichungen und eine seltsam erscheinende Pressemitteilung der NÖ Sicherheitsdirektion!
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