Posts Tagged “unabhängige Medien”

Vorweg eine Selbstbeschreibung der PR-Agentur Wine&Partners:

Wine&Partners unterstützt handverlesene Produzenten von erstklassigen Gourmetprodukten und Weinen, sowie deren Handelspartner, Top-Hoteliers und Restaurateure mit langfristiger Marketingberatung, strategischem Coaching und professioneller Kommunikation. Unsere Aktivitäten erstrecken sich von interner PR über den b2b-Bereich bis zu Consumer Relations. Kulinarik, Kultur und Tourismus sind die bevorzugten Bereiche unserer Tätigkeit.

Vor einigen Tagen wurde ich über einen in einem Cafe aufgelegten Werbezettel auf eine durchaus interessant erscheinende Veranstaltung aufmerksam. Unter der Betitelung “Essen wie zu Haydns Zeiten” sollte am 23.8.09 ab 11 Uhr in einer Gemeinde, die im Einzugsbereich der Regionalausgabe liegt, ein Dorffest veranstaltet werden, bei dem laut Beschreibung 50 Frauen nach historischen Rezepten kochen. Eine Kochbuchautorin hätte die Rezepte zusammengetragen und alles was mit der Kulinarik im Zusammenhang stehen würde, wäre auf die Gegebenheiten des 18. Jahrhunderts ausgerichtet. Verabreicht werden die Speisen in Form eines 10-Gänge Menüs an Personen, die eine Pauschale dafür entrichten.

Das wäre doch einmal eine willkommene Abwechslung für die Berichterstattung in der Regionalausgabe, so mein Gedanke. Als Kontaktmöglichkeit wurde auf dem Info-Blatt die Gemeinde sowie die Carnuntum Experience ausgewiesen. Nach einem Telefonat mit dem Gemeindeamt indem ich vorab ein paar Punkte abgeklärt wissen wollte, da 08/15-Berichterstattungen aller Mainstream-Medien nicht so unsere Sache sind, trat ich den nächsten Schritt und wandte mich an die Presseabteilung der laut Angaben unter carnuntum-experience.com verantwortlich zeichnenden Wine & Partners. Mit einer Frau Zimmer war ich telefonisch verbunden, erzählte ihr das Vorfinden des Veranstaltungshinweises und das Interesse über diese Veranstaltung im Rahmen der Reginalausgabe berichten zu wollen. Frau Zimmer teilte mit, daß bereits erfreulicher Weise 220 Voranmeldungen eingelangt seien, was ich zuvor bereits aus der Gemeinde erfuhr. Weil Veranstaltungen über die ggf. umfangreich alle möglichen Medien berichten auch nicht gerade der Inhalt sind, den unsere Leser erwarten, fragte ich nach, ob sich schon viele Medien angemeldet hätten. Diese Frage wurde damit beantwortet, daß sich nur der ORF angemeldet hätte.

Medienvielfalt bei einer Veranstaltung, die laut Ausweisung mit Mitteln der Europäischen Union finanziert wurde. Wirkliche unabhängige Medien sind offensichtlich nicht erwünscht

Medienvielfalt bei einer Veranstaltung, die laut Ausweisung mit Mitteln der Europäischen Union finanziert wurde. Wirkliche unabhängige Medien sind offensichtlich nicht erwünscht


So weit so gut, Frau Zimmer wird persönlich bei der Veranstaltung anwesend sein versicherte sie mir, weil es aus meiner Erfahrung in der Realität sehr schwierig ist oftmals kompetente Auskünfte bei spontan auftauchenden Fragen zu erhalten. Sie ersuchte mich dann noch die Kontaktdaten per e-Mail zu übermitteln. Dem kam ich auch am 20.8.09 prompt im Anschluß des Telefonates nach.

Am heutigen Tage, nach Anfahrt zum Veranstaltungsort geschah dann etwas, was ich bis dato noch nicht erfahren durfte: Nette Damen am Empfang bei dem Zelt fragten nach meinem Namen und meinten, daß ich nicht auf der Liste stehen würde, was für mich klar war, da ich als Medienvertreter anreiste um über die Veranstaltung zu berichten und nicht als Gast an der Veranstaltung teilnehmen würde. Ich ersuchte Frau Zimmer darüber zu informieren, daß ich eingetroffen wäre. Eine Dame neben mir stehend, Frau Muhr Dorli wie sie sich vorstellte, die Hauptverantwortliche, sprach mich an. Ich stellte mich kurz vor und verwies auf mein Gespräch mit Frau Zimmer. Für eine kurze Zeit entschwand sie, kam zurück und teilte mit, daß die Veranstaltung völlig ausgebucht sei, es gäbe keinen Sitzplatz und auch kein Essen für mich. Sie persönlich hätte mir dies per e-Mail bereits mitgeteilt – eine e-Mail von deren Inhalt ich zu diesem Zeitpunkt keine Kenntnis hatte. Da muß ein Mißverständnis vorliegen, ich komme zum Zwecke der Berichterstattung und nicht als Gast zum Essen!?, entgegnete ich. Seltsam, ich meldete mich ordnungsgemäß als Medienvertreter drei Tage zuvor an um über die Veranstaltung, die inhaltlich zumindest nach der Beschreibung eine Besonderheit darstellte zu berichten, und dann so etwas?!

Als ich darum ersuchte Frau Zimmer kurz zu holen um die Sache aufzuklären, ich ging noch immer von einem Mißverständnis aus, gab Frau Muhr nur von sich, daß diese mir auch nichts anderes sagen könnte. “Ich kann zwar in das Zelt” – das wäre es aber auch schon – der Tonfall beinhaltete so etwas was ich als “Gnadenakt” umschreiben würde.

Die Veranstaltung wurde laut der Internetpräsenz von Carnuntum-Experience.com auch mit Fördermitteln der Europäischen Union finanziert - ORF willkommen - unabhängiger Medienvertreter nicht. Faksimile aus der Internetpräsenz des Veranstalters

Die Veranstaltung wurde laut der Internetpräsenz von Carnuntum-Experience.com auch mit Fördermitteln der Europäischen Union finanziert - ORF willkommen - unabhängiger Medienvertreter nicht. Faksimile aus der Internetpräsenz des Veranstalters

Gut, ich war im Zelt – sah zwei TV-Teams bei Aufnahmen und sammelte ein paar Eindrücke. Meiner Intuition folgend, setzte ich mich dann nach der Rückkehr hin und recherchierte etwas zu Wine&Partners und fand auch dann tatsächlich auf dem Server die e-Mail von Muhr vom Freitag nachmittag, die wie folgt schrieb:

“meine Kollegin hat mich über Ihre Anfrage bezüglich unserer Veranstaltung am Sonntag informiert.
Die Veranstaltung ist restlos ausgebucht, ich kann Ihnen leider keine Freikarte mehr anbieten.”

Meine Anmeldung und die Telefonate waren am Donnerstag vormittag.

Eine PR-Agentur teilt einem Journalisten, der über eine Veranstaltung berichten wollte mit, daß sie keine Freikarte mehr anbieten kann?! Was hat das mit einer Freikarte zu tun? Dachte da jemand, daß ich mir ein 10-Gänge-Menü über Stunden hindurch einverleiben will? Selbstverständlich gehört zu einer derartigen Berichterstattung eine Kostprobe – man kann ja schwer über eine derartige Veranstaltung berichten, ohne sich einen persönlichen Eindruck gemacht zu haben, aber das ist auch schon alles.


Für mich ist das relativ einfach beantwortet: Der ORF ist im Hause und damit ist das Auslangen gefunden. Die “Profis”, die handverlesene Produzenten = Kunden unterstützen (Eigenbeschreibung der PR-Agentur) sind unter sich und Medienvertreter bei denen man sich nicht des Inhaltes der Berichterstattung gewiß sein kann, werden in dieser Form abgefertigt.

1 Stunde 20 Minuten nach Veranstaltungsbeginn

1 Stunde 20 Minuten nach Veranstaltungsbeginn

Werte Damen von Wind & Partners hätten Sie sich auch nur ein wenig tiefgründiger mit der Publizistik der von mir verantworteten Medien auseinandergesetzt, dann wüßten Sie, daß es weder meinen Mitarbeitern, noch mir jemals ums “Fressen” und “Saufen” ging oder geht, weil wir selbst solche Arbeitsweisen kritisieren, sondern um Berichterstattung in nicht alltäglich anzutreffenden Formen.

Nachdem Sie allerdings angeben mit dem Essen derart ausgebucht zu sein um einen Journalisten förmlich auszuladen, frage ich mich wie und womit unter der Bevölkerung der Gemeinde zum Restlessen ab 18 Uhr geladen wurde?

Sie mögen sich zwar unter Ihresgleichen wie “Profis” verhalten, aus der Sicht eines unabhängigen Medieninhabers und Journalisten war Ihr Verhalten dilettantisch.

Aber werte Frau Muhr alles im Leben hat zwei Seiten: Wenn Carnuntum Experience innerhalb der Webpräsenz zu der Veranstaltungsreihe wie folgt schreibt: “Veranstaltungsidee und Texte Wine&Partners” und unter der Rubrik PRESSE wieder Ihr Unternehmen aufscheint und auch wieder Sie mir als Veranstalterin gegenüber namhaft gemacht wurden, welche Fördermittel sind jetzt eigentlich tatsächlich wofür und an wen von der Europäischen Union geflossen?


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Der Pflegenotstand aus der Sicht des Pflegepersonals - Arbeitsbedinungen beim HILFSWERK in ÖsterreichMit Sicherheit findet man zum Thema rund um die mobile Alten- und Hauskrankenpflege nirgends so umfassend unabhängige und kritische Informationen zu dem Sozialverein, dem [ÖVP] HILFSWERK, als in meiner Serie im Nachrichtenmagazin DER GLÖCKEL.

Betrachtet man andere Medien so kann man die Feststellung machen, daß das HILFSWERK mit seiner ÖVP im Rücken, den politischen Netzwerken und seiner Konzerngröße, stets mit eigenen Presseaussendungen und bezahlter Werbung im Vordergrund steht. Sie werden keine wirkliche Kritik finden, die aber notwendig wäre um endlich Gesetzesverstößen den Riegel vorzuschieben, denn am Rücken der eigenen Dienstnehmer sowie dem der Patienten zu agieren ist menschenunwürdig und niederträchtig.

Kaum ein Journalist wie ich hatte die Möglichkeit, durch die Zugehörigkeit der eigenen (Ex-)Ehefrau zu dem Personalstand in der mobilen Alten- und Hauskrankenpflege derartige Einblicke in diese “Sozialorganisation” zu gewinnen. Glauben Sie nicht, ich hätte nicht Verantwortliche vom HILFSWERK informiert, sogar gewarnt davor so weiterzumachen – ich tat es, doch nichts änderte sich. Jetzt bekommt die Pflegeorganisation das Resultat von jahrelanger Recherche präsentiert.

Durch die bereits zahlreich von mir aufgedeckten Pflegeskandale, Gesetzesbrüche bis hin zum Mißmanagement steht das HILFSWERK nun ohnmächtig einer Publizistik gegenüber die in der Republik Österreich keinen Vergleich, sie betreffend, findet. Nachdem ein Versuch nach dem anderen scheiterte juristisch gegen die Serie vorzugehen, klammert man sich nun an einem Strohhalm in Form des letzten noch laufenden Gerichtsverfahrens vor dem Landesgericht Korneuburg.

Wenn das NIEDERÖSTERREICHISCHE HILFSWERK beispielsweise schrieb, daß mich eine bereits eingebrachte Klage nicht davon abgehalten hat die Serie fortzuführen, kommt es einem Mißbrauch des Gerichts gleich weiterzuklagen, anstelle öffentlich die Fehler und Mißstände einzugestehen. Aber ich bin gewiß, daß auch das Landesgericht Korneuburg dies erkennen wird.


Ich war der letzte der nicht bereit zu einem Konsens war, indem ich anbot nach bereits 7 gewonnen juristischen Verfahren mich mit den Verantwortlichen hinzusetzen und ihnen einen Punkt nach dem anderen aufzuzeigen und mit ihnen durchzuarbeiten, was alles in der Praxis schief und falsch läuft. Da sprach der ÖVP-Politiker und Anwalt vom NÖ HILFSWERK, Mag. Werner SUPPAN, von na glauben Sie wir brauchen Sie als großen Mediator? In seiner eigenen Art der Selbstherrlichkeit vor Gericht wird das HILFSWERK jetzt all das aussitzen müssen, was es noch an Stoff zu berichten gibt und bis all dies publizistisch umgesetzt ist, wird noch viel Zeit vergehen.

Tausende Menschen lesen und verfolgen seit nunmehr 22 Monaten die Exklusivserie und je untergriffiger das HILFSWERK reagiert umso mehr bestärkt es mich der Öffentlichkeit den realen, wirklichen Arbeitsalltag des aus meiner Sicht teilweise regelrecht ausgebeuteten Personals aufzuzeigen. Auch in Österreich werden, wenn auch mit Verbitterung der Eine oder die Andere die Feststellung machen, daß man nicht alle Medien und Journalisten unter Kontrolle bringen kann und mich mit Klagen schon überhaupt nicht. Pflegepersonal, das für im Rampenlicht stehende ÖVP-Politiker blutet – während beispielsweise Millionen für Werbung und PR ausgegeben wird, wurde hinterrucks das eigene Personal um den ihm zustehenden Lohn betrogen.

Toll nicht wahr?

Das Protokoll der 5. Tagsatzung des letzten noch laufenden Gerichtsverfahrens ist mir nun zugegangen. Ich habe es mit Querverweisen und sachbezogenen Anmerkungen versehen und nunmehr veröffentlicht. Es gewährt auch potentiellen “Kunden” der mobilen Alten- und Hauskrankenpflege und auch Angehörigen nicht unwesentliche Einblicke in den Berufsalltag so mancher Beschäftigten in der Organisation, die das Motto “Qualität von Mensch zu Mensch” propagiert.

Am 29.9.2006 schrieb ich zum Abschluß eines Artikels wie folgt:

“In dem 8 Seiten umfassenden Schriftsatz der anwaltlichen Vertretung vom HILFSWERK wird unter Bezugnahme auf den veröffentlichten Prolog von DER GLÖCKEL ausgeführt: “Diese Tatsachenbehauptungen sind nicht nur unrichtig …” und “Vielmehr wird der Eindruck erweckt, daß die Mitarbeiter des Niederösterreichischen Hilfswerkes ihre Mitarbeiter unter unzumutbaren Arbeitsbedingungen arbeiten lassen …”

Und heute, am 29. September 2006, prognostizieren wir, aufgrund der uns vorliegenden Fakten, Dokumente und Recherchen, daß zu einem späteren Zeitpunkt, sowohl auf breiter politischer als auch gesellschaftlicher und juristischer Ebene genau diese Feststellung gemacht werden wird.”

In den von mir bereits gewonnen Verfahren war dies bereits zutreffend …

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Zur aktuellen Veröffentlichung “Unabhängige und kritische Informationen zur Hauskrankenpflege beim NÖ HILFSWERK

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